Schule ist wie Planwirtschaft…
Allgemeines zur Planwirtschaft:
Karl Marx, Jean-Jacques Rousseau, Platon, Thomas More hatten eines gemeinsam: sie unterstützten alle die Ideen der Planwirtschaft.
Planwirtschaft zu verstehen ist ganz einfach. Ein Staat, der sein Wirtschaftswesen nach Statistiken und Analysen des erforderten Wirtschaftsgut richtet, folgt den Idealen der Planwirtschaft.
So sollen Rohstoffüberschüsse vermieden und mit einer perfekten Planung die Forderungen einer größerer Gesellschaft gedeckt werden.
Hört sich toll an, ist es aber nicht!
Was Marx und Co. in der Theorie ausreichend einkalkuliert hatten, scheiterte bisher bei jeder praktischen Anwendung (DDR, UdSSR, China).
Die Problematik besteht im aus mangelnder Flexibilität, Steuerbarkeit und fehlerhafte Planung.
Dazu ein simples Beispiel:
Der Staat XY legt Statistiken an und analysiert das Verbrauchsverhalten von Klopapier.
Heraus kommt, dass Jeder Mensch im Staat genau 1 Rolle Klopapier am Tag benötigt.
So werdwn nun genug Klopapier-Rollen für einen Tag hergestellt (in einem 100 Mann-Staat also 100 Rollen, logisch
)
Nachdem die 100 Rollen Klopapier hergestellt wurden, kann man die Herstellung auf andere Güter beschränken (zB. Klobürsten). Alle sind froh, schon einmal voraus geplant und so Rohstoffe und Zeit gespart zu haben.
Nun aber das große Problem.
Einer der 100 Menschen hat an diesem einen Tag etwas mehr Stuhlgang als sonst und benötigt anstatt der eingeplanten einen Rolle zwei.
Dadurch, dass dieser eine Mensch zwei Rollen hatte, kommt es am anderen Ende der Güterkette zu einem Loch. Eine Person bekommt nämlich kein Klopapier.
Und gerade bei diesem Loch liegt das Problem, je nach Verhältnis wird dieses Größer und umfangreicher.
Firma XY die nach der Klopapierproduktion auf Klobürsten umstieg, ist so gezwungen, nun wieder Klopapier zu produzieren, um den Anforderungen des Staates gerecht zu werden.
Klar, dass dieses Prinzip nach kurzer Zeit versagt, weil einfach die Flexibilität der Marktwirtschaft fehlt.
So viel zu Planwirtschaft.
Nun aber ein Aspekt der Planwirtschaft der so nie beachtet wird.
Schule ist wie Planwirtschaft…
Dazu wieder ein Beispiel:
Lehrer = Staat
Schüler = Bürger
Lehrplan = Statistiken über Verbrauch von Klopapier
Lehrer XY hat viel Erfahrung z.B. im Fach Biologie und weiß, wo die meisten Probleme eines Themas liegen.
Lehrer XY denkt sich, er müsse einen größeren Teil des Lehrplanes umstrukturieren, um mehr Zeit für das entsprechende Thema aufbringen zu können.
So geschieht es, daß der Lehrer 20 Stunden (statt 5) über das spezielle Thema unterrichtet.
Die Schüler bearbeiten das Thema und können dies nun perfekt bis auf eine Ausnahme (alle Menschen haben eine Rolle Klopapier bis auf einen, welcher zwei hat).
Nun widmet Lehrer XY sich dem neuen Thema, merkt aber, dass die Zeit, welche im Lehrplan eingeplant war, überhaupt nicht ausreicht, um das neue Thema zu bearbeiten (einer hatte keine Klopapier-Rolle und reißt nun ein Loch in das System).
Um den Lehrplan umzuändern ,ist es nun zu spät, und Lehrer XY ärgert sich, dass sein ganzer Plan sinnlos was.
Nun, man sieht: Planwirtschaft und Schule haben so einiges gemeinsam.
Dieses Erkenntnis sollte man anwenden, indem man sich nach der Fehlersuche auf Lösungssuche begibt.
Im Fall der Planwirtschaft überzeugte die Marktwirtschaft, welche sich nach den Anforderungen und Bedürfnissen der Menschen richtet.
Wenn man dieses Prinzip auf die Schule überträgt, kann man dafür sorgen, dass Deutschland mal besser als PISA-Letzter wird…
Denn wie gesagt:
Planwirtschaft mag in der Theorie ganz nützlich sein, in der Praxis aber scheitert es an den Unterschieden der Individuen.
Die Schule könnte sich so besser nach den Bedürfnissen und Anforderungen der Schüler richten, als nach einem Lehrplan, der letzten Endes sowieso nicht eingehalten wird!
April 7, 2008 um 7:12 Uhr nachmittags
Du hast aber vergessen, dass der, der keine Rolle abbekommt einfach Blätter von Bäumen oder Gebüschen nehmen kann um sich den hintern abzuwischen ;D
April 7, 2008 um 7:15 Uhr nachmittags
Du und deine Logik
Es geht hier doch ums Prinzip, wenn der Staat jezt für 100 Menschen Bäume pflanzt und einer 2 Bäume braucht, hasse wieder dasselbe Problem^^
April 7, 2008 um 7:16 Uhr nachmittags
aber bäume sind doch sowieso da^^
April 7, 2008 um 7:21 Uhr nachmittags
nur es heißt nich gleich das jeder baum zu gebrauchen ist
April 7, 2008 um 7:23 Uhr nachmittags
@ Maik: Naja dann sind eben schon von Anfang an 100 Bäume vorhanden^^ Ändert nichts am Prinzip
Ach mir fällt grade die neue Aktion von Al Gore ein… Mal schaun morgen wirds evtl nen Blog eintrag geben^^
April 7, 2008 um 7:24 Uhr nachmittags
und darüber hinaus, brauchen die anderen die bäume nich, die ham ja klopapier^^
April 7, 2008 um 7:27 Uhr nachmittags
Der eine, der den anspruch der Bäume nutzen muss wird sicherlich nicht erfreut sein diese zu benutzen…
Bei der Marktwirtschaft stellt sich das Problem überhaupt nicht
April 7, 2008 um 7:32 Uhr nachmittags
doch, wenn da wer kein geld hat…
April 7, 2008 um 7:34 Uhr nachmittags
Ja dann klappt auch die Planwirtschaft nicht… und wenn alle Menschen Bäume benutzen … wo kommen wir dann hin…
April 7, 2008 um 7:35 Uhr nachmittags
wo wir hinkommen? in ein großes chaos würd ich mal sagen
April 7, 2008 um 7:36 Uhr nachmittags
ach ja und planwirtschaft ist erfolglos egal wie man die dinge dreht
April 7, 2008 um 7:37 Uhr nachmittags
@Kev: Genau da liegt der Punkt!
April 7, 2008 um 7:39 Uhr nachmittags
es benutzen ja nicht alle Bäume, nur die, die kein Geld haben und die nix mehr übrig haben^^
April 7, 2008 um 7:41 Uhr nachmittags
Derjenige, der keine Rolle abbekommen hat muss nicht automatisch derjenige sein, welcher kein Geld hat! Sonst wäre das System ja noch recht “normal”
April 7, 2008 um 7:43 Uhr nachmittags
Maik komm mal von diesem “Babyniveau” ab… wir wollen hier anständige Diskussionen mit knallharten Argumenten^^
hast du sie—> Dabei sein
hast du sie nicht—> Spam wo anders
Du hast genau verstanden, worum es heir geht…
sicherlich nicht die verharmlosung von Planwirtschaft…
Fakt ist: es leiden mehr menschen unter Planwirtschaft als unter marktwirtschaft…
Was fändest du besser?
Du gehst in Laden und kaufst einen neuen PC
Oder
Du kaufst ein Pc und musst monate auf diesen warten…?
April 7, 2008 um 7:43 Uhr nachmittags
ok und dann sehen die fabriken, dass eins gefehlt hat und machen beim nächsten ma eins mehr^^ und übrigens, auf klobürsten steigen die eh nicht um weil die am nächsten tag ja wieder klopapier produzieren müssen ;D
April 7, 2008 um 7:46 Uhr nachmittags
Maik, so schnell geht eine Umstellung nicht…
Das waren genau die Probleme der mangelnder Flexibilität, Steuerbarkeit und fehlerhaften Planung.
Das Klopapier und die Bürsten waren nur beispiele.
Das wäre wie wenn du von Autos auf die Produktion von Fernsehern umsteigen müsstest…
April 7, 2008 um 7:52 Uhr nachmittags
pc ist was anderes, wir ham über klopapier geredet^^
das mit den paar monaten ist wohl nich ganz so lange nehm ich an (wohne ja nich in nem kommunistischen staat) aber ich muss jetzt auch schon über ne woche auf mein headset warten… und das ist “nur” ein headset, noch nicht mal ein rechner
April 7, 2008 um 7:58 Uhr nachmittags
1. ein Monat ist verdammt lange!
Selbst wenn wir NUR von Klopapier reden musst du mal die Fabrik umstrukturierung mit einbeziehen. So etwas kann schonmal mehrer Monate dauern.
2. Wenn du dein headset im Inet bestellt bisse selber schuld ich rede hier aber von ganz normalem ladenverkauf…
Du gehst rein sagst du brauchst ein Klopapier und die Verkäuferin sagt dir, du müsstets 3 Monate warten weil das Klopapier ersteinmal hergestellt wird…
Das führt dann zu folgendem Problem:
Überleg mal die Verkäuferin sagt die die haben erst in 3 Monaten wieder Klopapier, dann wirst du sicherlich das nächste mal 5 mal soviel Klopapier kaufen wie zuvor .. egal ob die Klopapierhersteller ihre Produktion hochgeschraubt haben oder nicht….
Du kaufst trotzden 5 Rollen die dann an der anderen seite wieder fehlen!
Außerdem, hast du nie die geschichte gehört, dass Omi und Opi in der DDR Monate/Jahrelang auf ihr Auto warten mussten?
Heute gehse in laden und feddch…